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Die nachdenklichen Hühner

EIN NACHDENKLICHES HUHN setzte sich in einem Winkel des Hühnerstalls und kratzte sich am Kopf. Durch das viele Kratzen wurde es schließlich kahl. Da kam eines Tages ein anderes und fragte es, was ihm solche Sorgen bereite. „Meine Kahlheit“, antwortete das nachdenkliche Huhn.

EIN PYROMANISCHES HUHN spazierte mit einem Streichholz im Schnabel umher. „Ich könnte alles verbrennen“, sagte es, „aber ich verbrenne nichts, weil ich ein zivilisiertes Huhn bin". Von den anderen Hühnern in die Enge getrieben, gestand es schließlich, dass es deshalb kein Feuer lege, weil es nicht imstande sei, das Streichholz anzuzünden.

EIN ANALPHABETISCHES HUHN wollte unbedingt lernen, seinen Namen zu schreiben. Als es schließlich ein Huhn gefunden hatte, das Lesen und Schreiben konnte, schlug es sich mit der Kralle an die Stirn und rief: „Aber ich weiß ja gar nicht, wie ich heiße!“

EIN HUHN, das nach China reisen wollte, hatte gehört, es müsse, um in dieses ferne Land zu gelangen, die Himmelsrichtungen finden und dann nach Osten gehen. Das Huhn lief durch Wiesen und Wälder auf der Suche nach dem Osten, konnte ihn aber nicht finden. Es suchte hinter den Hecken, in den Gräben, an den Straßenrändern, auf den Böschungen – vom Osten nicht die geringste Spur. So musste es auf seine Reise nach China verzichten.

EIN HUHN hielt ein Stück Käse im Schnabel. Da kam eine Katze und sagte: „Wie schön deine Federn sind und deine Beine. Könntest du singen, du wärest der erste unter den Vögeln. Warum lässt du mich nicht deine Stimme hören?" Das Huhn, das die Fabel vom Fuchs und dem Raben kannte, antwortete: „Den Teufel werd‘ ich tun!“ So fiel der Käse zu Boden, die Katze schnappte ihn und machte sich davon.

EIN VERLOGENES HUHN klagte eines Morgens beim Aufstehen über starke Zahnschmerzen. Als man es darauf hinwies, dass Hühner keine Zähne haben, schämte es sich sehr und versteckte sich hinter der Hecke.

EIN GEOGRAPHENHUHN suchte seinen Hühnerstall auf dem Globus. Als es ihm nicht gelang, ihn zu finden, ließ es den Globus vor Wut in den Abgrund rollen und in tausend Stücke zerspringen. Da rief das enttäuschte Huhn: „Jetzt geht die Welt unter!“

(Auszug aus © Luigi Malerba: „Die nachdenklichen Hühner“, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin: 2019.)

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